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Fünf Fragen an Ewa Ming

Karsten Füllhaas, 12. Juli 2010 12:11 Uhr, 0 Kommentare

In rund sechs Wochen öffnet die SuisseEMEX ihre Tore für Besucherinnen und Besucher. Seit 2007 organisiert Messeleiterin Ewa Ming die grösste Schweizer Fachmesse der Kommunikations-Branche.

Im Interview gibt sie einen Ausblick auf die diesjährige Ausgabe.

Was sind die Highlights der SuisseEMEX 2010?
Ewa Ming: Unser Konzept „Vernetzte Marketingwelt“ stösst auf grossen Anklang: Dabei bildet die Netzwerk-Arena den Magneten der Messe. Hier werden neue Businesskontakte geknüpft, und die Fachbesucher diskutieren über die neusten Trends. Neu ist das grösste Business Speed Networking der Schweiz, das von einem eloquenten Moderator koordiniert und animiert wird. Ein weiteres Highlight sind natürlich unsere Aussteller, welche mit ihrer Fachkompetenz die Messe zum Erlebnis an Innovationen und Trends erst machen. Gaudi gibt’s bei uns dann auch: Am EMEX Wiesn-Fäscht tauschen sich nämlich Fachbesucher wie Aussteller bei Bier, Brezel und Bratwurst aus und diskutieren über die neuen Impulse der Messe.

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Ewa Ming bei der Eröffnung der SuisseEMEX’09. Quelle: EMEX

Wie hat sich die Messe seit 2007 verändert und weiterentwickelt?
Ewa Ming: Sie ist seither zur grössten Fachmesse im Bereich Marketing, Kommunikation, Event und Promotion angewachsen und ist zum MUST der Branche geworden.

Dieses Jahr sind schon neue Messekonzepte in der Schweiz gescheitert. Was machen Sie mit der SuisseEMEX anders?
Ewa Ming: Wir orientieren uns stark am Markt und versuchen, die Marktveränderungen laufend in die SuisseEMEX zu integrieren. Wir halten nicht rigide an einer bestehenden Idee fest, sondern entwickeln uns mit den Bedürfnissen der Aussteller wie Besucher weiter.

Es gibt unzählige Networking-Veranstaltungen und Möglichkeiten sich online zu vernetzen und zu präsentieren. Warum soll man als Aussteller oder Besucher überhaupt noch an eine grosse Messe gehen?
Ewa Ming: Eine Messe ist emotionaler und persönlicher: Sie bietet neben dem face-to-face Gespräch und dem Networking auch Möglichkeiten, gemeinsam eine faszinierende Ausstellung zu erleben und die Beziehungen multisensorisch zu stärken – sei dies beim persönlichen Gespräch am Stand oder beim Wiesn-Fäscht in einer gemütlichen Atmosphäre, wo Kulinarisches auf Geschäftliches trifft. Ausserdem findet man an der Messe ein Konzentrat der Branchenimpulse, die man live zu Gesicht bekommt. Damit erhält man wieder neue Ideen in sehr kurzer Zeit – was online weitaus weniger attraktiv ist.

Welche grossen Entwicklungstrends sehen Sie in der Schweizer Kommunikations-Branche?
Ewa Ming: Einen grossen Trend setzen mit Sicherheit die Social Media. Zwar befinden sie sich noch im Anfangsstadium, nehmen jedoch rasant an Bedeutung in der Kommunikation zu. Firmen haben ein grosses Bedürfnis, Plattformen wie Twitter, Facebook oder Xing in ihr Kommunikationskonzept einfliessen zu lassen. Allerdings sind diese Medien ein Teilinstrument der Kommunikation und werden zumindest vorerst nicht alleinig ausreichen, um erfolgreich auf dem Markt präsent zu sein. Auch der Shift von den Print- zu den Online-Medien ist deutlich spürbar und wird vermutlich in den nächsten fünf Jahren noch deutlicher: Die Zahlen der Printmedien sprechen hier ein deutliches Ergebnis – nicht nur wegen der Wirtschaftskrise.

Frau Ming, danke für das Interview.
Die Fragen wurden von Karsten Füllhaas gestellt.


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